Odyssee durch die Servicesteppe

18 05 2010

Servicesteppe? Naja, eine komplette Servicewüste war es ja nicht, allerdings hat es an der einen oder anderen Ecke doch etwas gehapert.



Odyssee? Ja. Eine Irrfahrt. Und sie hat ganze 4 Tage gedauert und dauert noch an.


Da sich die Fragezeichen gehäuft haben, hier einige Aufklärungen, am besten mit einem Rückblick auf das vergangene Wochenende, das ich, wie weiter unten beschrieben wurde, eigentlich mit einem kurzen Ausflug in die Steiermark und anschließendes Weiterfahren nach Lech geplant hatte.


Irgendwie kam dann aber alles anders.


Donnerstag: Es hat nur so geschüttet und wir mussten 2 "kleine" Bäume mit in die Steiermark nehmen. Da die Bäume ca. 40 cm höher als der Innenraum war, mussten sie durch das Dachfenster durch. Dieses hatten wir soweit sehr schön abgedichtet, also ging es einmal Richtung Phyrnpass los. Die Fahrt war im ganzen oberösterreichischen Raum völlig problemlos. Dummerweise kam die Steiermark, mit der Steiermark fiel im Auto die Elektrik aus und wir mussten genau da notlanden - exakt vor dem "Steiermark - das grüne Herz Österreichs Schild". Nach einer kurzen Rückfrage daheim haben wir dann den ÖAMTC angerufen - der dann eine Stunde später einen Wagen schickte. Der Mechaniker hat dann gemeint, dass wir Glück hätten, dass der Wagen nicht abgebrannt ist (Freude, juhu!). Nachdem wir dann den Schaden begutachtet haben, hat uns mein Onkel abgeholt. An einen angenehmen Abend war nicht mehr zu denken.


Freitag: Der Vormittag bestand hauptsächlich aus Werkstätte-nerven, Eltern-nerven und Öamtc-nerven. Das Auto wurde aber definitiv nicht fertig, weshalb wir den Zug nach Lech nahmen. Erstmals war an Entspannung zu denken. In Lech angekommen, gabs erstmal ein großes Abendessen und ich kam langsam runter.


Samstag: Am Vormittag musste ein Ersatzauto her - der ÖAMTC-Mensch am Telefon hat mir gesagt, dass in Dornbirn noch eins frei ist - allerdings kann natürlich irgendwo im Rheintal ein Auto liegenbleiben, das ÖAMTC-Mitglied bekommt das Auto und ich schau durch die Röhre. Glücklicherweise waren noch zwei Autos da, eines davon hab ich mir dann gegriffen.


Sonntag: Mit dem ÖAMTC-Clubmobil gings recht einfach, war eigentlich alles recht unkompliziert.


Montag: Hurra, eine erste Diagnose! Ein paar Kabel hatten einen Isolationsschaden, das richtet er bis Dienstag Abend und stellts dann zum Abholen hin.


Dienstag: Pickerl machen mit dem alten Auto? Wohl nicht mehr drin, kommt auf 1500 €. Empfehlung vom Mechaniker: Sich nach einem neuen Auto umsehen...


Nachdem ich dieses Wochenende einiges für die FH erledigen wollte und kaum etwas fertig stellen konnte, kann man dieses Wochenende durchaus als Odyssee bezeichnen.


Die Telefonate mit dem ÖAMTC waren auf das wesentlichste gekürzt. Da hier einige Umwege und Stolpersteine inbegriffen waren, mir aber dennoch immer geholfen wurde, möchte ich hier einmal das Wort Servicesteppe aufgreifen. Mangelhaft war meiner Meinung nach das Unwissen an mehreren Stellen und diverse Dinge, die beim ÖAMTC keinen großen Aufwand verursacht hätten, dem ÖAMTC-Kunden aber eine große Erleichterung gebracht hätten. Als Platzhirsch kann man es ja machen.


I wü wieder ham

12 05 2010

Wie wahr, wie wahr. Allerdings darf man sich den Titel nicht wie das "typische Gesudere" ("I wüüüü net...") vorstellen, nein, ich habe im Grunde den Song von STS im Kopf. Wieso? Zur besseren Verständnis vielleicht ein kleines Statusupdate der letzten Monate:


Das Masterstudium Mobile Computing ist nicht ganz so trivial - der Arbeitsaufwand hat sich seit dem Bachelorstudium um ein nicht unerhebliches Maß gesteigert. Der Jänner hat nicht gerade zur Deeskalation beigetragen, diverse Umstände führten dazu, dass ich auch im Februar zwar "Ferien" auf dem Papier genießen konnte, gearbeitet werden musste trotzdem - und so ging es ohne Pause in den März, da eine Nachklausur anstand und die Seminararbeit auch noch nicht abgeschlossen war, das aber Ende April endlich abgehakt werden konnte.


Wieso diese Eintönigkeit? Wieso immer nur über das Studium schreiben? Und wieso sudere ich jetzt doch?


Vielleicht zuerst einmal: Nein, ich sudere jetzt nicht. Das Studium ist anstrengend und fordernd, dennoch bereue ich meine Wahl nicht; Ich habe in Hagenberg im Studium die Möglichkeit, wirklich mit "bleeding-edge"-Technologien zu arbeiten und kann auf ein gewaltiges Know-How in den verschiedensten Bereichen zurückgreifen. Außerdem bin ich auch etwas selbst schuld an meiner Lage: Zum einen belege ich im Sommersemester mehr Kurse als gefordert und zum anderen bin ich momentan auch in der ÖH als Referent für bildungspolitische Angelegenheiten tätig. Die Arbeit in der ÖH macht Spaß und ist eine hochinteressante Arbeit - nur schreibt einfach schon Murphys Gesetz vor, dass die Arbeit für die ÖH immer dann anfällt, wenn man keine Zeit dafür hat - ich werde diesen Aspekt einfach einmal unter "Dumm gelaufen" verbuchen und weitermachen. Mir macht die Arbeit und das Studium sehr viel Spaß.


Dummerweise fühlen sich die letzten Monate so an, als ob sich meine Freizeit (Definition: Zeit OHNE Arbeit/FH) auf ein Minimum beschränkt haben und deswegen das kurze, sehr eintönige Statusupdate.


Zurück zum Titel! Kurz und knackig: Morgen geht es in die Steiermark! Nach genau 4 Jahren besuche ich zum ersten Mal meine Oma wieder und darf nebenbei meiner Freundin auch das sehr schöne Sölktal zeigen. Ich bin schon gespannt, wie es sich dort nach 4 Jahren anfühlt.


Am Freitag geht es dann nach Vorarlberg - zwei Cousinen haben am Sonntag Erstkommunion und ich verknüpfe den Anlass mit einem Kurzurlaub. Der wird zwar auch von Arbeit geprägt, allerdings hoffe ich, dass ich wieder etwas Kräfte tanken kann.