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Nov 30

Alles neu macht der November

Wie man unschwer erkennt, ist die gute alte Serendipity-Installation, die mich seit der Version 0.6 begleitet hat, durch WordPress ersetzt worden.

Wieso WordPress, wenn  Serendipity seit 6 Jahren zuverlässig seinen Dienst tut? Serendipity ist ein ausgezeichnetes Stück Software. Schnell installiert, ein Plugin-Repository, viele hübsche Themes – was will man mehr? Garvin Hicking hat verdammt viel Zeit da reingesteckt, soviel ist sicher. Trotzdem kann ein einzelner nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass die allgemeine Entwicklung schneller läuft, als man entwickeln kann. Die Anbindung an soziale Netzwerke, aktuelle WYSIWYG-Editoren, 2-click-share buttons – nur einige Dinge, bei denen Serendipity hinterherhinkt.

Ein weiteres Problem war die XML-RPC-Schnittstelle. Diese hat früher gut funktioniert, scheinbar gibts jetzt aber Probleme, ich konnte mit keine Desktop-Tool mehr meinen Blog aktualisieren.

Meine Serendipity-Installation war zum Schluss hin mehr ein Flickenteppich als ein konsistentes System – leider. Serendipity war sehr sympathisch, aber in letzter Zeit zeigten sich immer mehr und mehr die Defizite des Systems. Noch einmal, wer ein einfaches Blogsystem sucht, ist bei Serendipity an der richtigen Stelle. Mr. Hicking war sehr fleißig, man merkt, dass da sein Herzblut drinnen steckt. Wer etwas "Größeres" sucht, und auch einige CMS-Funktionen verwenden will, ist mit WordPress besser bedient.

Goodbye, Serendipity, i'll miss you.

4 Kommentare

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  1. Martin Kuttner

    Ich hab Serendipity nie selbst verwendet und wusste garnicht, dass es da auch so ein umfangreiches Plugin-Aufgebot gibt. Würd ich jetzt davon auf WordPress wechseln dann aus dem Grund, weil es in der Blogging-Szene am stärksten vertreten ist (deswegen verwend ich es auch nach wie vor).

    Das wirkt so ähnlich wie die Wahl des „richtigen“ sozialen Netzwerks momentan. Vom Technologischen Standpunkt gäbs meist bessere als das, was so gut wie alle verwenden.

    Solltest du deine alten Daten importieren wollen, hab ich spontan folgendes gefunden: http://wordpress.org/extend/plugins/bsdevat-importer-serendipity/
    Das war mir nämlich damals auch sehr wichtig, die alten Posts mitnehmen zu können.

    Darf ich noch fragen, wozu man RPCs bei einem Blog braucht?

    1. Bibo

      Das Plugin-Angebot bei Serendipity ist im Vergleich zu WordPress winzig. Allerdings hat es mit Version 0.8 mit dem SPARTACUS-Framework die neue Möglichkeit gegeben, die Plugins aktuell zu halten und ohne irgendwelche Uploads per FTP zu installieren, das war damals eine sehr sehr feine Sache.
      Viele Plugins bei Serendipity haben einen sehr experimentellen Charakter, sind also für viele Installationen schlicht unbrauchbar. Das minimiert die Anzahl der wirklich sinnvollen Plugins. Leider wurden diverse Plugins seit einiger Zeit nicht mehr aktualisiert, weswegen sie zum Beispiel teilweise mit neueren APIs nicht mehr klarkamen.
      Ich habe lange überlegt, ob ich wirklich die Dinge importieren soll, bin aber dann zu dem Entschluss gekommen, es nicht zu tun. Der alte Blog hat mich durch eine ganz andere Zeit begleitet, wie sie jetzt ist. Das hat natürlich auch meinen Stil beeinflusst, und jetzt soll es eben ein "neuer" Blog werden, vielleicht auch mit einer leicht anderen Richtung. Daher fand ich auch, dass "Download des alten Blogs als PDF" so die beste Lösung ist.
      XML-RPC verwende ich, um beispielsweise mit Windows Live Write, Scribefire oder QTM den Blog aktualisieren zu können. So kann ich bequem offline schreiben und dann publizieren, wenn ich wieder eine Verbindung habe.

      1. Martin Kuttner

        Stimmt jetzt erinnere ich mich wieder das brauchen diese ganzen Desktop-Applikationen. Seit WordPress verwend ich sowas allerdings kaum noch, weil es kaum Mehraufwand bedeutet, das ganze einfach im Browser zu erledigen, und so kann ich es von überall aus machen.
        Hab den PDF-Link grad gefunden. Ich hab mir deinen Blog früher schon mal angeschaut aber dass es so viel war (200 Seiten) dürfte ich wohl übersehen haben.
        Danke übrigens für die Verlinkung.

    2. Bibo

      Serendipity war für mich zum damaligen Zeitpunkt schlicht sympathischer. Ist es jetzt immer noch, leider erfüllt es aber meine Anforderungen nicht mehr.

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